Neben der Tierwelt der Nationalparks bietet die kenianische Küste mit traumhaften Stränden, Riffs und Inseln eine weitere Attraktion des Landes. Insbesondere südlich und nördlich von Mombasa hat sich ein des internationaler Badetourismus entwickelt - mit ganzjährig stabilen Wetterbedingungen. Auch Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen von Mombasa an und verbinden das kenianische Festland mit den Trauminseln im Indischen Ozean wie z.B. Mauritius, Reunion und den Seychellen
Auch nördlich von Mombasa erstrecken sich Zentren des Strandurlaubes wie Shanzu Beach, Bamburi Beach und Nyali Beach. Im Watamu Marine Nationalpark finden sich vorgelagert die wohl schönsten Korallenbänke Kenias. Ganz in der Nähe liegt Malindi.
Malindi
Malindi, das älteste Touristenzentrum an Kenias Küste, liegt etwa 120 km nördlich von Mombasa südlich des Sabaki River. Die Geschichte dieses Küstenortes läßt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen und zeugt von der durch viele Epochen großen Bedeutung von Malindi, insbesondere als Handelsstadt. Nach frühen Handelsverbindungen nach China, war es 1498 der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama, der Malindi als Hauptstützpunkt für die Portugiesen in Ostafrika etablierte. Ab 1593 allerdings wurde dieser Stützpunkt nach Mombasa und das dort errichtete Fort Jesus verlagert. Zu britischen Kolonialzeiten wurde Malindi als Touristenort entdeckt und erste Hotels entstanden an der Küste. Auch Ernest Hemingway verbrachte einige Zeit in Malindi. Heute ist die Stadt ein Zentrum des italienischen Tourismus, was sich auch in entsprechenden Namen von Hotels und Restaurants zeigt. Die Vasco Da Gama-Säule erinnert an die Ankunft des Seefahrers, von ihrem Standort hat man einen schönen Blick über die Malindi Bay. Südlich der Stadt liegt der Malindi Marine-Nationalpark, der jedoch hinsichtlich seiner Attraktivität nicht mit dem Watamu Marine National Park mithalten kann.
Noch weiter nördlich kann man die Insel Lamu besuchen. Muslimisch geprägt hat sich hier eine ganz eigene arabisch-afrikanische Mischkultur entwickelt.
Lamu
2 Grad südlich des Äquators an Kenias Nordküste befindet sich Lamu - eine friedlich tropische Insel mit einer ganz eigenen afrikanisch-arabischen-muslimischen Kultur und Atmosphäre. Lamu ist gleichzeitig die Bezeichnung für das Insel-Archipel, die Insel Lamu und die Stadt Lamu-Town. Kleinflugzeuge fliegen die Nachbarinsel Manda Island von Mombasa oder Nairobi an. Ansonsten ist auch die Anreise per Bus z.B. von Mombasa möglich. Auf der Insel selbst gibt es kaum Autos und so sind auch heute noch Esel und die Dhows (arabische Einmastsegler) die üblichen Transport- und Verkehrsmittel. Über Jahrhunderte war Lamu ein bedeutendes Handelszentrum für den Warenaustausch zwischen arabischen Kaufleuten und den Küstenbewohnern. Diese Bedeutung für den Handel hat die Insel heute nicht mehr, Bootsbau und ein eher individueller Tourismus prägen heute das Wirtschaftsleben der 20.000 Einwohner großen Stadt. Sehenswert ist insbesondere die traditionelle Altstadt, die seit 2001 Teil des Unesco-Weltkulturerbes ist. Wunderschöne Strände locken beim kleinen Fischerdorf Shela Village, wo sich auch einige luxuriösere Hotels angesiedelt haben.
Badeurlaub perfekt: südlich von Mombasa erstrecken sich die endlos langen Sandstrände von Shelly Beach, Tiwi Beach und Diani Beach am traumhaft türkisblauen Indischen Ozean.
Diani Beach
Etwa 30 Kilometer südlich von Mombasa liegt Diani Beach - für viele der schönste Strand an Kenias Küste und perfektes Ziel für den Badeurlaub. Auf acht Kilometern erstreckt sich ein weißer mit Palmen gesäumter Sandstrand am türkisfarbenen Indischen Ozean, dessen Wassertemperatur nie unter 21 Grad sinkt. Luxuriöse Hotels und Villenanlagen passen sich architektonisch relativ ansprechend in die üppige Vegetation ein. Ein natürliches, der Küste vorgelagertes Korallenriff, schützt als Barriere die Küste gegen hohen Wellengang und Haie und bietet ein erstklassiges Revier zum Schnorcheln und Tauchen. Auch am Diani Beach finden sich wie überall in Kenia die Beach Boys-Strandhändler, die versuchen mit den Urlaubern ins Geschäft zu kommen.
Tipp: Zu Bootsausflügen lädt die Insel Wasini Island und zu Tierbeobachtungen der nahe der Küste gelegene Nationalpark Shimba Hills ein.
