Etwa 8% der Fläche Kenias stehen unter Naturschutz. Darüber hinaus wurden auch an der Küste einige sogenannte Marine Parks unter besonderen Schutz gestellt. Das touristische Hauptinteresse richtet sich auf die Nationalparks im Süden des Landes, nahe der Grenze zu Tansania. Beliebte Ziele für eine Safari sind oft kombiniert mit einem Badeurlaub an der Küste.
| Aberdare Nationalpark |
Aberdare Nationalpark
Der Aberdare-Nationalpark ist eingebetettet in dem Hochland der Central Province auf bis zu 4000 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 100 km nördlich von Nairobi entfernt. Der Nationalpark hat eine Fläche von 766 qkm und die einzelnen Landschaften sind vulkanischen Ursprungs. Eine Bergkette die sich von Norden nach Süden erstreckt teilt in gewisser Art und Weise den Nationalpark in zwei Teile und östlich von der Bergkette befindet sich dicht bewaldete Fläche.Die größten Erhebungungen sind der Ol Donyo Lesatim und der Kinangop mit über 3900 m. Schluchten mit Seen, Bäche und Wasserfälle werden Sie vorfinden. Im Park gibt es Elefanten, Warzenschweine, Busch- und Wasserböcke, Büffel und das Spitzmaulnashorn.
| Amboseli Nationalpark |
Amboseli Nationalpark
Der Amboseli-Nationalpark (ca. 392 qkm) bietet malerische Fotokulissen für Postkartenmotive von Elefant oder Löwe in der Savanne, mit den schneebedeckten Berggipfeln des in unmittelbarer Nähe liegenden Mount Kilimanjaro im Hintergrund. Ein großer Teil des Parks wird vom Lake Amboseli eingenommen, der jedoch nur nach besonders ergiebigen Regenfällen mit Wasser gefüllt ist.
| Buffalo Springs Nationalreservat |
Buffalo-Springs Nationalreservat
Das Buffalo-Springs-Nationalreservat ist ein Naturschutzgebiet im Norden Kenias. Es ist 131 qkm groß und liegt ca. 85 km nördlich des Mount Kenya. Die Landeshauptstadt Nairobi ist 112 km entfernt. Seine Höhe über dem Meeresspiegel beträgt zwischen 800 und 1.230 m. Das Buffalo-Springs-Nationalreservat hat seinen Namen von einer Oase mit kristallklarem Wasser an seinem westlichen Ende. Die Buffalo Springs halten ständig Wasser für die Wildtiere und für Archer's Post, eine nahe gelegene Stadt, bereit. Bei einem Jahresniederschlag von unter 400 mm – durch die Lage auf der Leeseite des Mount Kenya regnet es kaum – ist das Buffalo-Springs-Nationalreservat durch Trockenheit gekennzeichnet. Hier kommen Akazien und die Doumpalme Hyphaene thebaica vor. Die vorherrschenden Vegetationsformen sind trockenes Buschland und offene Grasflächen. Nur an den Ufern des Uaso Nyiro, der durch das Reservat fließt, wächst ein schmaler Galeriewald. Allerdings trocknet der früher ganzjährig wasserführende Fluss seit Ende der siebziger Jahre gelegentlich aus, da stromaufwärts zu viel Wasser für landwirtschaftliche Zwecke entnommen wird. Noch handelt es sich hierbei um einige Wochen, sodass die Elefanten durch Ausgraben von Wasser überleben können. Verringert sich die jährliche Wassermenge des Uaso Nyero jedoch weiter, wird das Gebiet für Elefanten untauglich. Neben Netzgiraffen und Steppen- sowie Grevyzebras kommen hier Büffel, Flusspferde, Warzenschweine, Kleine Kudus, Elenantilopen, Oryxantilopen, Gazellen, Giraffengazellen, Impalas, Wasserböcke und zwei Dikdikarten, darunter der Günther-Dikdik, vor. An Raubtieren gibt es Löwen, Leoparden, Geparden und Afrikanische Wildhunde sowie Streifen- und Tüpfelhyänen. Im Buffalo-Springs-Nationalreservat leben auch Krokodile, beispielsweise Nilwarane, sowie 450 Vogelarten, unter anderem der Kampfadler, das Geierperlhuhn, die Riesentrappe und der Somalistrauß. Das Buffalo-Springs-Nationalreservat bildet mit dem angrenzenden Samburu-Nationalreservat, von dem es nur der Uaso Nyero trennt, eine Einheit. Das einige Kilometer östlich gelegene Shaba-Nationalreservat gehört zum gleichen ökologischen Gebiet.
| Kimana Wildlife Trust |
Kimana Wildlife Trust
Die 1999 gegründete Tierschutzorganisation des Kimana Wildlife Trust verfügt über ein eigenes, privates und über 60 qkm2 großes Tierreservat am Fuße des Kilimanjaro: das Kilimanjaro Kimana Game Sanctuary. Ziel ist unter anderem die Integration der hier lebenden Ureinwohner (Massai) und der angrenzenden Bevölkerung. Obwohl in einem Tierreservat möglichst keine Eingriffe durch den Menschen geschehen sollen, ist eine tierärztliche Betreuung dennoch unumgänglich. Durch die ständige Zersiedlung Kenias werden z.B. auch Nutztierkrankheiten eingeschleppt, gegen die Wildtiere keine Abwehrstoffe besitzen. Die Überwachung erfolgt primär durch die Park-Ranger und Massai-Scouts, die im Zweifelsfall den Tierarzt hinzuziehen können. Die Wildtiere in der Kimana zeigen gegenüber den Besuchern kein Fluchtverhalten, was eindeutig auf den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur zurückzuführen ist. Unter sachkundiger Führung werden auch Safaris zu Fuß durchgeführt, die bei den Teilnehmern unvergesslich spannende und interessante Eindrücke hinterlassen.
| Lake Nakuru Nationalpark |
Lake Nakuru Nationalpark
Der Name Lake Nakuru ist abgeleitet von dem Massai-Wort „en-akuro“ = „wirbelnder Staub“. Man wird verwundert sein, eben noch in der lärmenden Stadt Nakuru gewesen zu sein und jetzt, nur 4 km weiter südlich, so ein Kleinod der Natur, den Lake Nakuru Nationalpark (188 qkm) vorzufinden. Hier ist ein kleiner, aber wegen seiner landschaftlichen Schönheit und besonders wegen seiner faszinierenden Tierwelt einmaliger Bereich zum Nationalpark erklärt worden.
In einer Senke des Rift Valley liegt dieser nur 10 km lange und 4 km breite, einmalig schöne Salzsee. Er ist von einem rosa schimmernden Band eingerahmt. Hunderttausende von Flamingos spiegeln sich im seichten Wasser. Diese Flamingos und weitere 400 Vogelarten auf so einem engen Raum sind der Hauptanziehungspunkt für Naturfreunde aus aller Welt. Eine weitere Besonderheit sind die hier 1977 ausgesetzten, sehr seltenen Rothschild-Giraffen, die im Nordwesten Kenias aus dem Soy-Gebiet stammen und in ihrem Bestand gefährdet sind. Ein weiteres geglücktes Experiment ist die Eingewöhnung von Nashörnern. Ihre Zahl soll inzwischen auf 19 angewachsen sein. Sie werden streng bewacht.
| Massai Mara Nationalreservat |
Massai Mara Nationalreservat
Als eines der tierreichsten Schutzgebiete und zusammen mit dem Amboseli als berühmtester Park des Landes, gilt das Massai Mara-National Reserve (ca. 1672 qkm). Es schließt sich nördlich an den Serengeti Nationalpark in Tansania an und bietet mit seiner offenen Grassavanne ideale Möglichkeiten zur Tier- beobachtung. Eine besondere Attraktion bietet die jährliche "Migration" - die Wanderung riesiger Herden von Gnus, Zebras und Antilopen aus der Serengeti über den Mara River in die Massai Mara, gefolgt von ihren Jägern wie Löwen und Leoparden und bei Flußüber- querungen bedroht durch Krokodile. Teile der Massai Mara werden von den dort lebenden Massai als Weideland für ihre Rinderherden genutzt
werden.
| Meru Nationalpark |
Meru Nationalpark
Der Meru National Park ( 1.813 qkm) liegt in einer sehr einsamen Umgebung.
Er wird relativ wenig besucht, hat aber jedoch seine besonderen Reize. Er beherbergt ca. 60 Säugetiere und ungefähr 340 Vogelarten. Im fast menschenleeren östlichen Hinterland spiegelt er die ursprüngliche Landschaft der Savanne mit einer reichhaltigen Fauna und Flora. Wer hier das Abenteuer sucht, kann mit einem bewaffneten Wildhüter zu Fuß „Afrika life“ erleben. Ein ganz besonderes Erlebnis! Dieser National Park ist durch die zahme Löwin „Elsa“ bekannt geworden, die hier in die Freiheit entlassen wurde und ihre neue Heimat gefunden hat. In dem Buch und Film „Born Free“ von Joy Adamson wurde dies verewigt.
| Mount Kenya Nationalpark |
Mount Kenya Nationalpark
Der Mount Kenya ist mit seinen 5.199 m der zweithöchste Berg Afrikas. Er ist ein gigantischer Vulkankegel mit einem Durchmesser von ca. 120 km. Sein Alter wird auf 2,6 bis 3,1 Millionen Jahre geschätzt. Der Gipfelkrater ist durch Gletschereis und Erosion abgetragen worden. Die beiden Gipfel „Batian“ und „Nelion“ sind ein Teil des Vulkanhalses. Sie bestehen aus grobkörnigen, scharfkantigen Eruptivgestein.
Es gibt im Mount Kenya Nationalpark ein Artenreichtum von ca. 31 verschiedenen Säugetierarten und ca. 132 verschiedene Vogelarten. Urwüchsige Bergregenwälder bis ca. 2.700 m besitzen eine Vielzahl verschiedener Bäume in oft beachtlichen Höhen, wie z.B. den "Riesen-Campher". Sie sind von Lianen und Epiphyten überwuchert. Farne, Orchideen und zahlreiche Blütenpflanzen bedecken die Äste und den Waldboden.
| Nairobi Nationalpark |
Nairobi Nationalpark
Der Nairobi Nationalpark ist das einzige Naturschutzgebiet auf der Welt was in der Nähe einer Hauptstadt liegt. Der Park ist nur 7 km vom Stadtzentrum von nairobi entfernt und seine Größe beträgt 114 qkm. Erstaunlich hoch ist sein Artenreichtum. Mit ca. 67 festgestellten Säugetierarten und ca. 386 Vogelarten kann dieses Vollschutzgebiet durchaus mit anderen Nationalparks konkurrieren. Außer Elefanten sind hier auch die anderen „Big Five“ , Leopard, Löwe, Kaffernbüffel und Nashorn anzutreffen.
| Samburu Nationalreservat |
Samburu
Das Samburu-Nationalreservat ist ein 165 qkm großes Naturschutzgebiet im trockenen Norden Kenias.
Es liegt in der Rift Valley Province am Uaso Nyiro-Fluss, etwa 350 km nördlich von Nairobi und grenzt an das Buffalo-Springs-Nationalreservat, mit dem es eine Einheit bildet. Das einige Kilometer östlicher gelegene Shaba-Nationalreservat gehört zum gleichen ökologischen Gebiet. Das Samburu-Nationalreservat steigt von 850 m im Westen auf 1250 m im Osten an. Trockenes Buschland und offene Grasflächen sind die vorherrschenden Vegetationsformen. Lediglich der Uaso Nyeru ist von einem schmalen Galeriewald gesäumt. Es gibt einige von Trockenbüschen bewachsene Berge. Charakteristisch sind Arten sehr trockener Lebensräume, wie Oryxantilopen, Gerenuks, Grantgazellen, zwei Dikdikarten und Steppen- sowie Grevyzebras. Ebenfalls typisch für die Region sind die Netzgiraffen, die sich durch ihre besonders kontrastreiche Färbung von anderen Giraffen-Unterarten unterscheiden. Unter den Raubtieren sind besonders Löwen, Leoparden, Geparden und Streifenhyänen hervorzuheben. Gerade die Leoparden sind hier weniger scheu als andernorts, da sie lange Zeit mit Ködern angelockt wurden. An Vögeln kommen hier unter anderem Geierperlhühner und Strauße vor. Darüber hinaus zeichnet sich der Park durch große Elefantenherden und zahlreiche andere Wildarten, wie Wasserböcke und Nilkrokodile aus.
| Shaba Nationalreservat |
Shaba Nationalreservat
Das Shaba-Nationalreservat ist ein Naturschutzgebiet in der Eastern Province Kenias. Es ist 239 qkm groß und liegt ca.300 Kilometer von Nairobi entfernt. Seine Meereshöhe beträgt – abgesehen von einigen Bergen, die 1500 Meter erreichen – weniger als 1000 Meter. Das Shaba-Nationalreservat gehört zum gleichen ökologischen Gebiet wie das einige Kilometer westlich gelegene Samburu- und das Buffalo-Springs-Nationalreservat.
Es ist bei einem Jahresniederschlag von unter 400 Millimetern durch Trockenheit gekennzeichnet. Die hügelige Landschaft ist hauptsächlich von offenen Grasflächen und trockenem Buschland bedeckt. Nur der Fluss Uaso Nyiro, der auf seinem Weg vom Lorian-Sumpf zu den Chanler's Falls durch das Shaba-Nationalreservat fließt und dessen Nordgrenze bildet, ist von einem schmalen Galeriewald mit Doumpalmen und Akazien gesäumt. Außerdem gibt es einige von Trockenbüschen bewachsene Berge. Bekannt ist das Shaba-Nationalreservat wegen seiner Netzgiraffen, Grevyzebras und Giraffengazellen. Daneben kommen Steppenzebras, zwei Dikdik- und einige Antilopenarten – darunter Oryxantilopen, Grant-Gazellen, Klippspringer und Wasserböcke, Klippschliefer, Geierperlhühner sowie Strauße vor. An großen Raubtieren leben hier Löwen, Leoparden und Geparden, aber keine Tüpfelhyänen. Die Elefantenbestände sind nicht mehr konstant. Manchmal wandern aus dem Norden Elefantenherden ein. Diese sind merklich scheuer als ihre ortsansässigen Artgenossen, welche an den hier besonders ausgeprägten Massentourismus gewöhnt sind. Das Gebiet eignet sich aufgrund des ganzjährig Wasser führenden Uaso Nyero für Elefanten. Doch seit Ende der siebziger Jahre trocknet dieser gelegentlich aus, da stromaufwärts zu viel Wasser für landwirtschaftliche Zwecke entnommen wird. Die Elefanten graben dann im einige Wochen lang ausgetrockneten Flussbett des Uaso Nyero nach Wasser, aber wenn sich die jährliche Wassermenge des Flusses weiter verringert, wird das Gebiet nicht mehr tauglich für Elefanten sein.
| Shimba Hills Nationalreservat |
Shimba Hills National Reserve
Das Shimba Hills National Reserve ist ein 193 qkm großes Schutzgebiet und nur 48 km von der Küste und ca. 30 km in südwestlicher Richtung von Mombasa entfernt. Der Name – „shimba“ heißt auf Suaheli „Löwe“ und das Schutzgebiet ist wegemäßig gut erschlossen. Nummerierte Wegkreuzungen und Gabelungen erleichtern die Orientierung. - Was man in vielen Nationalparks Kenias nicht immer so vorfindet-. Die größte Kostbarkeit des Reservats sind die rund 200 Rappenantilopen. Sie sind verhältnismäßig leicht aufzuspüren und zu beobachten. Ein prächtiger Anblick sind die kapitalen pechschwarzen Bullen mit ihren säbelförmig nach hinten gebogenen Hörnern, inmitten ihres Rudels kastanienbraun gefärbter weiblicher Tiere und Kälber. Das Reservat hat eine Vielzahl von Arten, darunter Elefanten und Giraffen und ca. 66 Vogelarten. Nicht nur die Tierwelt, sondern auch die artenreiche Pflanzenwelt beeindruckt in den Shimba Hills . Landschaft – Offenes Grasland wechselt mit prächtigem Küsten-Regenwald ab. Besonders eindrucksvoll ist der Makadara-Forest.
| Taita Hills Wildtierreservat |
Taita Hills Wildtierreservat
Das Taita Hills Reservat liegt an einem Ausläufer der Taita Berge und grenzt an den Tsavo West Nationalpark an. Im Jahre 1972 wurde dieses private Wildreservat gegründet und steht unter dem Mangement der weltweit tätigen Hilton Hotelkette. Das Reservat umfasst ein Gebiet von zirka 110 Quadratkilometern auf einer Höhe von 750 bis 1.200 Metern über dem Meeresspiegel. Die wilde Schönheit des Reservats wird durch die Felsmassive der Taita Hills geprägt. Die Vegetation besteht aus dichtem Busch, der in bewaldete Savannen und Grassland übergeht. Der Park bietet einer Vielzahl von Tieren geschützten Lebensraum. Über 50 Säugetier- und 300 Vogelarten sind hier zu finden. Der größte Teil des Reservats ist nicht eingezäunt; so dass einige Tierarten wie z.B. Elefanten, Büffel oder Giraffen ungehindert zwischen dem Taita Hills Reservat und den angrenzenden Gebieten wandern können. Auf der anderen Seite sorgen Tierarten wie z.B. Zebra, Antilopen, Impala oder Gazellen, die sich das ganze Jahr über im Reservat aufhalten, für eine ständige Präsenz von Löwen, Leoparden und Geparden.
| Tsavo Ost Nationalpark |
Tsavo-Ost Nationalpark
Der Tsavo-Nationalpark gliedert sich verwaltungsmässig in die beiden Teile Tsavo-Ost und Tsavo-West. Die Grenze zwischen beiden Parks bildet die Mombasa an der Küste mit der Hauptstadt Nairobi verbindene Straße und Eisenbahnlinie. Vom größeren Tsavo-Ost (ca. 12000 qkm) ist nur der kleinere Teil für Touristen zugänglich. Bekannt ist er vor allem für seine (durch die Laterit-Erde) roten Elefanten.
| Tsavo West Nationalpark |
Tsavo-West Nationalpark
Im landschaftlich abwechslungsreicheren Tsavo-West Nationalpark (ca. 9000 km2;) befinden sich u.a. die Mzima Springs, durch unterirdische Zuflüsse gespeiste Quellen, deren Wasser zum Großteil über eine Pipeline als Trinkwasser nach Mombasa geleitet wird. In den Quellteichen der Mzima Springs leben Krokodile und Flußpferde, die auch von einer begehbaren Station unter der Wasseroberfläche beobachtet werden können.
